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Stadtmusikkapelle Wilten

Bildquelle / Fotograf: © Reinhold Sigl

Der Name der Stadtmusikkapelle Wilten leitet sich vom ältesten Stadtteil Innsbrucks WILTEN ab, der im Süden der Stadt, am Fuße des geschichts- und traditionsträchtigen Bergisel liegt. In alten Urkunden des Stiftes Wilten ist das Geburtsjahr der Musikkapelle Wilten mit 1650 verbrieft – damals noch als eine der zu dieser Zeit gebildeten Pfarrmusiken. Waren es anlässlich der Beisetzung Andreas Hofers 1823 lediglich 13 Musikanten, umfasst der Klangkörper heute ca. 70 Musikbegeisterte, die aus allen Berufsschichten kommen.

Großen Aufschwung erlebte die Kapelle nach dem 2. Weltkrieg unter Kapellmeister Prof. Sepp Tanzer, der den Klangkörper nicht zuletzt durch seine erfolgreiche Tätigkeit als Komponist im In- und Ausland bekannt machte und zu einem symphonischen Blasorchester formte. Unter Kapellmeister Prof. Michael Stern und auch unter der zweijährigen Leitung von Prof. Hans Toifl  wirkte die Stadtmusikkapelle Wilten weiterhin beispielgebend für die österreichische Blasmusik.

Tempora mutantur – Die Zeiten ändern sich. Deswegen wäre eine Denkweise im Sinne von „Niveau und Standard halten“ bereits ein Schritt zurück. Veränderten Zeiten müssen veränderte Arbeitsweisen und Konzepte folgen, was unter der Leitung von Dr. Peter Kostner (Kapellmeister von 1995-2019) immer wieder beeindruckend gelingt. Mit der Wiltener Akademie, wurde vor einigen Jahren eine Institution geschaffen, die für die eigene Vereinsarbeit, aber auch für die Entwicklung der Blasmusik im Land richtungsweisend sein soll.

Mit Jänner 2019 wird Raimund Walder ans Dirigentenpult der Wiltener treten. Mit dem Musikschuldirektor der Landesmusikschule Kematen – Völs und Umgebung übernimmt ein innovativer und äußerst erfolgreicher Tiroler Kapellmeister die Verantortung für die musikalische Ausrichtung des Traditionsorchsters.

Neben der musikalischen Umrahmung kirchlicher und weltlicher Veranstaltungen gehören zweifellos das Frühjahrskonzert (Congress Innsbruck) und das jährliche Mitwirken bei den bekannten Innsbrucker Promenadenkonzerten zu den Highlights des großen symphonischen Blasorchesters. Zum wahren Publikumsmagneten hat sich in den letzten Jahren das „Feuerwerk der Blasmusik“ zum Jahreswechsel entwickelt. Mit diesem Konzert versucht die traditionsreiche Kapelle immer wieder aufs Neue, ausgetretene Pfade zu verlassen und programmatisch innovativ zu sein.

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